Region
Das versteckte Tal im Norden der Schweiz
Das Mettauertal ist eine liebliche Talschaft im Norden des Aargaus – geografisch etwas versteckt, landschaftlich aber überraschend vielseitig.
Nein. Normalerweise kommt man hier nicht einfach zufällig hin. Doch wer ins Mettauertal einbiegt, wird überrascht: Die Talschaft am oberen Ende des Fricktals kennt weiche Hügel, offene Wiesen, Reblagen, Wälder, schroffe Hänge und Aussichtspunkte mit weitem Blick über die Region.
Versteckt – aber kein Lost Place
Geografisch erinnert das Mettauertal an einen Trichter. Am unteren Ende, direkt am Rhein, liegt Etzgen. Von dort führt das Tal nach Mettau, jenem Dorf, das der Talschaft den Namen gab.
Oberhalb von Mettau teilt sich das Tal: Östlich gelangt man nach Wil und weiter ins geschichtsträchtige Hottwil. Westlich führt die Talstrasse über Oberhofen Richtung Gansingen.
Historisch ein Brennpunkt
So ruhig das Tal heute wirkt, so wechselvoll ist seine Geschichte. Hinweise auf frühe Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Später prägten Römer, Alamannen und mittelalterliche Herrschaften die Region.
Im Laufe der Jahrhunderte lagen hier unterschiedliche Machtbereiche nahe beieinander. Grenzlinien, Kriege, Herrschaftswechsel und wirtschaftliche Not hinterliessen Spuren. Im 19. Jahrhundert führten Missernten und schwierige Lebensbedingungen dazu, dass viele Menschen auswanderten.
Landwirtschaft, Reben und Landschaft
Heute ist das Mettauertal stark landwirtschaftlich geprägt. Reblagen, Ackerbau, Obstbau, Futterbau, Wiesen und Wälder bestimmen das Landschaftsbild. Genau diese Mischung macht das Tal besonders: Es wirkt ruhig, unscheinbar und gleichzeitig erstaunlich vielfältig.