Haareis bildet sich auf feuchtem Totholz an nordexponierten Schattenhängen im Mettauertal und verschwindet rasch bei steigenden Temperaturen.
Filigranes Haareis auf feuchtem Totholz im Mettauertal
Haareis (auch Eiswolle oder Engelshaar) ist ein faszinierendes, watteartiges Naturphänomen, das bei bestimmten Wetterbedingungen auf feuchtem Totholz im Wald entsteht. Es verdankt seine Existenz dem holzzersetzenden Pilz Exidiopsis effusa (der "rosagetönten Wachskruste") und speist sich aus dem im Holz gebundenen Wasser. In den Wäldern des Mettauertals, insbesondere an den nordexponierten Schattenhängen trifft man dieses wundersame Gebilde regelmässig an, wenn es tagsüber recht warm, und dann am Abend aber sehr schnell sehr kalt wird (häufig bei klaren Nächten).
Das filigrane Haareis ist dabei äusserst vergänglich. Steigen die Temperaturen über den Nullpunkt, löst es sich sehr schnell auf. Auch darum ist Haareis so selten anzutreffen.
Das filigrane Haareis ist dabei äusserst vergänglich. Steigen die Temperaturen über den Nullpunkt, löst es sich sehr schnell auf. Auch darum ist Haareis so selten anzutreffen.